Einen eigenen Beitrag leisten

Projekt „Klimafreundliche Schule“ der Finnlandklasse 7a

Zu Beginn des Schuljahres hatten wir in Biologie die Themen Ökologie, Ökosysteme und Klimawandel, woraus letztlich die Idee entstand unsere Schule nach und nach klimafreundlicher zu gestalten. Dafür teilten wir uns in verschiedene Projektgruppen ein, die sich mit den Themen „klimafreundlicher Klassenraum“, „klimafreundlicher Schulweg“, „klimafreundliches Frühstück und klimafreundlicher Kiosk“, „klimafreundliches Handy-Aufladen/Solarladestation“ und „klimafreundlicher leben“ auseinandersetzten. Hierfür überlegten wir wie wir selbst und unsere Schule in den verschiedenen Bereichen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Anschließend recherchierten und organisierten wir über Wochen hinweg Umfragen zum Schulweg und zum Frühstück in der ganzen Schule, werteten diese aus, drehten ein Erklärvideo, nahmen Kontakt mit den zuständigen Personen unseres Kiosk auf, erstellten Warnschilder für das Schulgelände und Plakate und kauften Pflanzen für unseren Klassenraum.

Folgendes haben wir überlegt und umgesetzt:

Ein klimafreundlicher Klassenraum – wie geht das?

Wie können wir etwas für das Klima tun? Das haben wir uns gefragt und kamen zu dem Schluss, dass es schon ganz klein anfängt. Nämlich in unserem Klassenraum: Ist das Fenster auf, während die Heizung an ist? Macht der Letzte das Licht aus? Und wie können wir unseren C02-Ausstoß reduzieren?

Wir entschieden uns für die Anschaffung von Pflanzen, die besonders viel C02 in 02 umsetzen. Dazu fragten wir den Hausmeister, den wir in seinem Büro besuchen durften, suchten im Internet und informierten uns bei verschiedenen Pflanzenhändlern. Pflanzen wandeln das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid, das im Klassenraum reichlich vorhanden ist, in lebenswichtigen Sauerstoff um. Die NASA hat hierfür in einer Studie nachgewiesen, dass es Pflanzen gibt, die besonders viel C02 in 02 umsetzen, z.B. das „Einblatt“, dieses haben wir jetzt neben zahlreichen weiteren Pflanzen im Klassenraum stehen.

Warum ist eine Solarladestation klimafreundlich?

Oft weiß man nicht, woher der Strom aus unserer Steckdose kommt. Vielleicht aus einem Kohle- oder Atomkraftwerk? Kohle- oder Atomkraftwerke sind nicht klimafreundlich, weil bei Kohlekraftwerken Wald für den Abbau von Kohle abgeholzt wird und bei der Verbrennung von Kohle klimaschädliches CO2 entsteht. Bei Atomkraftwerken entsteht schädliche, radioaktive Strahlung und Überreste sind nur sehr schwer zu entsorgen. Mit unserer selbst gebauten Solarladestation wissen wir jetzt, dass der Strom von der Sonne kommt, also eine erneuerbare Energie und somit klimafreundlich ist.

Mit ihr kann man elektronische Geräte, wie Handys oder Tablets aufladen. Wir haben eine Anleitung in Form eines Erklärvideos erstellt, sodass jeder die Solarpowerbank problemlos nachbauen. Dadurch kann jeder von uns seinen kleinen Teil zum Klimaschutz beitragen: Die Solarladestation steht auf der Fensterbank unseres Klassenzimmers. Aufgrund ihrer geringen Masse kann man sie jedoch auch als Reserve mit auf Ausflüge nehmen und seine elektronischen Geräte so ohne Steckdose aufladen.

Wie sieht ein klimafreundliches Frühstück aus?

Wir wollen mit diesem Projekt aufmerksam machen wie sich Lebensmittel und deren Verpackung auf die Umwelt auswirken und was wir verbessern könnten. Wir wollen zum Beispiel zeigen warum wir regionale Lebensmittel empfehlen: Regionale Produkte werden ohne viel Aufstand in unseren Supermarkt geliefert, das heißt, dass die Lebensmittel 1. nicht viel transportiert werden mussten und 2. wurden sie so gebracht, dass das Transportmittel nicht lange fahren musste = das heißt, es wurde nicht so viel C02 ausgestoßen.

Was man bezogen auf den Fleischkonsum unbedingt vermeiden sollte ist Rindfleisch. Da Rinder viel Futter brauchen und viel Methan (ein umweltschädliches Gas) ausstoßen sind sie sehr klimaschädlich. Außerdem ist die Verarbeitung ein langer und auch schädlicher Prozess.

Es ist zudem besser, wenn man sein Pausenbrot in wieder verwendbaren Dosen aufbewahrt, statt in Alu- oder Klarsichtfolie einwickelt um zusätzlichen Müll zu vermeiden.

Klimafreundlicher Kiosk

Wir kamen auf das Thema, weil wir gemerkt haben, dass in Plastik eingeschweißte Lebensmittel geliefert werden und diese noch nicht mal aus der Region unserer Schule kommen. Das ist schlecht, weil die Lieferwege dann wesentlich länger sind und so mehr CO² ausgestoßen wird. Außerdem ist zu viel Plastikmüll schädlich für unser Klima und die Umwelt. Unsere Verbesserungsvorschläge wären zum Beispiel regionale Produkte zu bestellen und andere Verpackungen, ggf. mit Pfandsystem, zu verwenden. Hierfür haben wir zuerst haben wir ein Interview mit dem Verkaufspersonal geführt, um uns ein Überblick zu verschaffen. Dann haben wir dem für den Kiosk mitverantwortlichen Lehrer Fragen gestellt und kamen zusammen zu dem Entschluss direkt an das Unternehmen eine E-Mail zu schreiben und unsere Fragen zu stellen.

Eine Firma zeigte uns auf, dass sie bereits klimafreundlich agieren, dies aber in den nächsten Jahren noch weiter ausbauen wollen.

Klimafreundlicher Schulweg – wie geht das?

Auto, Bus, Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad- es gibt viele Möglichkeiten zur Schule zu kommen. Wir haben dafür eine Umfrage in der gesamten Schule gemacht um heraus zu finden wie klima(un)freundlich unser Schulweg ist.

Wir machten im Anschluss mit selbst gestalteten Warnschildern darauf aufmerksam, mehr auf die Umwelt zu achten und in Fahrgemeinschaften, mit dem Bus, der Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Autos stoßen viel Kohlenstoffdioxid aus, ein Bus stößt zwar ein wenig mehr als normale PKWs aus, es fahren aber mehr Menschen mit. Wenn beispielsweise 30 Personen Bus fahren, statt dass 30 Autos vor der Schule halten, stoßen die 30 Autos wesentlich mehr C02. als ein Bus aus.

Unser Ziel ist, dass möglichst viele von uns in Zukunft öfters klimafreundlicher zu Schule kommen.

Klimatipps

Wir haben zum Schluss einen „Klimafreundlicher leben“-Film erstellt, der euch demnächst hoffentlich hier auf der Seite der Schülerzeitung präsentiert wird und zeigt welchen Beitrag jeder einzelne Schüler/in leisten kann. Ein Plakat, das die wichtigsten Punkte zusammenfasst, hängt zudem in unserer Klasse.

Und das sind übrigens wir:

Wir danken dem Förderverein, dem NaWi-Fachbereich sowie Tropica Kriftel ganz herzlich für die finanzielle Unterstützung unserer Projekte. Vielen Dank, es war eine spannende und tolle Zeit!

Eure Finnlandklasse 7a und Frau Nicole Müller


Hier findet ihr den Artikel der 7a auch als PDF-Download: